WESHALB SIE UNS LIEBEN WERDEN
Interieur. Edle Farben und edle Materialien. Gold und Marmor, worauf das Licht spielt. Aber nur mit Maß. Viel Holz, Metall, Glas, eine verhaltene Eleganz. Große Räume und vertraute Ecken, man kann tief ausatmen, und sich verstecken.

Stimmung. Als säßen wir an dem Redaktionstisch der Nyugat. Wir versuchen den forschenden Blick von Osvát auszuhalten. Karinthy foppt uns ein bisschen, und wir denken über eine Zeile von Árpád Tóth nach; als säßen wir unter den Redakteuren und Autoren der Nyugat, als…
Stille. Man kann nur allein am Tisch herumsitzen, ins Nichts starren, durch die riesige Glasscheibe, die verstörte Seele beruhigen, sein Glas heben, ein Schluck vom kühlen Kaffee, dann wieder relaxen, durch das Fenster ins Nichts starren, allein, mit einer Tasse Kaffee. Von niemandem gestört.

Getümmel. Man kann mit Gesellschaft kommen, laut lachen, laut argumentieren, gestikulieren, lärmen, der Kellner warnt uns nicht, besänftigt ein bisschen vielleicht, aber nur diskret, weil er sieht, dass wir die Freuden der Gesellschaft, das Beisammensein, die Menge genießen, was ihn auch nicht stört.
Garcon. Führt dich zu deinem Tisch, fragt höflich, was es sein darf, wartet geduldig auf die Bestellung, nimmt seinen Weg mit schnellen Schritten Richtung Küche, schon bringt das Menü „das kleine Literarische“, nur einige Bissen, kommt auch inzwischen zu dir, aber mit großer Diskretion, und wenn du nichts bestellst, entfernt er sich, als wäre er gar nicht da gewesen, wenn du bestellst, kommt er gleich, der ganze Mensch ist die verkörperte Höflichkeit und Aufmerksamkeit. Und das ist in Ordnung so.
